Kohu-63 Amerikassa (2008) ist ein finnischer Dokumentarfilm, der die US-Comeback-Tour der legendären Tampere-Punkband Kohu-63 begleitet. Der Film zeigt mit ungeschminkter Ehrlichkeit die täglichen Kämpfe einer unabhängigen Low-Budget-Band, während sie versuchen, 25 Konzerte an der US-Ostküste und im Mittleren Westen zu spielen.
Die Tour scheint anfangs vielversprechend: Finnischer Hardcore-Punk genoss zu dieser Zeit wachsenden Respekt in der amerikanischen Underground-Szene, und für die Band hätte sich eine ernsthafte Chance auf internationale Bekanntheit eröffnen können. Doch die Fehler eines enthusiastischen, aber unerfahrenen Tour-Organisators, Probleme beim Grenzübertritt, organisatorisches Chaos und finanzielle Schwierigkeiten stellen das Durchhaltevermögen der Band bald auf die Probe.
Der Dokumentarfilm hält nicht nur die Konzerte und die Reise fest, sondern zeigt auch, wie eine DIY-Punk-Tour wirklich aussieht: lange Autofahrten, Kellerclubs, wenig Zuschauer, Nächte in den Wohnzimmern von Fans und ständige Ungewissheit. Während viele Kohu-63 für eine betrunkene Punkband halten, zeigt der Film eine engagierte Gruppe professioneller Musiker, die trotz aller Widrigkeiten versuchen, das bestmögliche Konzert zu geben.
Kohu-63 Amerikassa bietet einen authentischen und oft humorvollen Einblick hinter die Kulissen des internationalen Underground-Punk-Lebens und zeigt, welches Ansehen finnischer Hardcore-Punk in der alternativen Musikszene der Welt genießt.
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