EINE KURZE GESCHICHTE VON CRASS
Crass war eine englische Anarcho-Punk-Band und ein Kunstkollektiv, das 1977 in Epping, Essex, gegründet wurde. Zu den Mitgliedern gehörten Steve Ignorant, Penny Rimbaud, Gee Vaucher, N.A. Palmer, Phil Free, Pete Wright, Eve Libertine, Joy De Vivre, Mick Duffield, John Loder und Steve Herman. Crass förderte den Anarchismus nicht nur als politische Ideologie, sondern als Lebensstil und Widerstandsbewegung. Sie spielten eine bedeutende Rolle bei der Initiierung der Anarcho-Punk-Bewegung und unterstützten Anliegen wie direkte Aktion, Tierrechte, Feminismus, Antifaschismus und Umweltschutz. Bekannt waren sie für ihren DIY-Ansatz (Do-it-yourself); über ihr eigenes Label Crass Records übten sie die volle künstlerische Kontrolle über ihre Veröffentlichungen aus.

Die Bandmitglieder traten in schwarzer Kleidung im Militärstil auf, und ihr Bühnenhintergrund kombinierte verschiedene Machtsymbole – wie das Kreuz, das Hakenkreuz, den Union Jack und den Ouroboros. Crass kritisierte oft die Punk-Subkultur selbst sowie die Jugendkultur. Ihr erstes Album, The Feeding of the 5000, erschien 1978, wurde jedoch wegen des blasphemischen Inhalts eines Liedes zensiert, was sie dazu veranlasste, ihr eigenes Label zu gründen. Spätere Alben wie Stations of the Crass (1979), Penis Envy (1981) und Christ – The Album (1982) hatten alle einen erheblichen Einfluss auf die Punk- und alternative Musikszene.
Crass verwendete in ihrer Musik und Kunst häufig Soundcollagen, Poesie, Improvisation und Avantgarde-Elemente. Mehrere Bandmitglieder ließen sich von klassischer Musik, Free Jazz und Avantgarde-Komponisten wie John Cage und Stockhausen inspirieren. Die Band beteiligte sich auch an direkten politischen Aktionen, etwa durch Graffiti, Flugblätter sowie die Organisation von Squats und die Unterstützung politischer Veranstaltungen. Einer der bekanntesten Skandale von Crass war „Thatchergate“: Sie erstellten eine gefälschte Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Margaret Thatcher und Ronald Reagan, die sowohl von der britischen als auch von der amerikanischen Regierung ernst genommen wurde.
Die Band löste sich 1984 auf, teilweise aufgrund interner Meinungsverschiedenheiten und rechtlicher Probleme. Nach der Auflösung setzten einige Mitglieder ihre künstlerischen und politischen Aktivitäten in Formationen wie Crass Collective, Crass Agenda und Last Amendment fort. Das visuelle Erscheinungsbild von Crass wurde hauptsächlich von Gee Vaucher geprägt, die Collagen und Gemälde für die Plattencover schuf, die später auch in Ausstellungen zu sehen waren. Das Erbe der Band ist bedeutend: Sie beeinflusste die anarchistische Bewegung, die Friedensbewegung sowie zahlreiche spätere Punk- und Alternative-Bands wie Fugazi oder Neurosis.
Nach der Philosophie von Crass gibt es „keine andere Macht als dich selbst“, und sie verkündeten diese Selbstbestimmung und diesen Individualismus in all ihren Aktivitäten. Ihre Platten und Publikationen genießen bis heute Kultstatus, und Crass bleibt ein prägender Name in der Geschichte des Punk.
Crass war eine englische Anarcho-Punk-Band und ein Kunstkollektiv, das 1977 in Epping, Essex, gegründet wurde. Zu den Mitgliedern gehörten Steve Ignorant, Penny Rimbaud, Gee Vaucher, N.A. Palmer, Phil Free, Pete Wright, Eve Libertine, Joy De Vivre, Mick Duffield, John Loder und Steve Herman. Crass förderte den Anarchismus nicht nur als politische Ideologie, sondern als Lebensstil und Widerstandsbewegung. Sie spielten eine bedeutende Rolle bei der Initiierung der Anarcho-Punk-Bewegung und unterstützten Anliegen wie direkte Aktion, Tierrechte, Feminismus, Antifaschismus und Umweltschutz. Bekannt waren sie für ihren DIY-Ansatz (Do-it-yourself); über ihr eigenes Label Crass Records übten sie die volle künstlerische Kontrolle über ihre Veröffentlichungen aus.

Die Bandmitglieder traten in schwarzer Kleidung im Militärstil auf, und ihr Bühnenhintergrund kombinierte verschiedene Machtsymbole – wie das Kreuz, das Hakenkreuz, den Union Jack und den Ouroboros. Crass kritisierte oft die Punk-Subkultur selbst sowie die Jugendkultur. Ihr erstes Album, The Feeding of the 5000, erschien 1978, wurde jedoch wegen des blasphemischen Inhalts eines Liedes zensiert, was sie dazu veranlasste, ihr eigenes Label zu gründen. Spätere Alben wie Stations of the Crass (1979), Penis Envy (1981) und Christ – The Album (1982) hatten alle einen erheblichen Einfluss auf die Punk- und alternative Musikszene.
Crass verwendete in ihrer Musik und Kunst häufig Soundcollagen, Poesie, Improvisation und Avantgarde-Elemente. Mehrere Bandmitglieder ließen sich von klassischer Musik, Free Jazz und Avantgarde-Komponisten wie John Cage und Stockhausen inspirieren. Die Band beteiligte sich auch an direkten politischen Aktionen, etwa durch Graffiti, Flugblätter sowie die Organisation von Squats und die Unterstützung politischer Veranstaltungen. Einer der bekanntesten Skandale von Crass war „Thatchergate“: Sie erstellten eine gefälschte Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Margaret Thatcher und Ronald Reagan, die sowohl von der britischen als auch von der amerikanischen Regierung ernst genommen wurde.
Die Band löste sich 1984 auf, teilweise aufgrund interner Meinungsverschiedenheiten und rechtlicher Probleme. Nach der Auflösung setzten einige Mitglieder ihre künstlerischen und politischen Aktivitäten in Formationen wie Crass Collective, Crass Agenda und Last Amendment fort. Das visuelle Erscheinungsbild von Crass wurde hauptsächlich von Gee Vaucher geprägt, die Collagen und Gemälde für die Plattencover schuf, die später auch in Ausstellungen zu sehen waren. Das Erbe der Band ist bedeutend: Sie beeinflusste die anarchistische Bewegung, die Friedensbewegung sowie zahlreiche spätere Punk- und Alternative-Bands wie Fugazi oder Neurosis.
Nach der Philosophie von Crass gibt es „keine andere Macht als dich selbst“, und sie verkündeten diese Selbstbestimmung und diesen Individualismus in all ihren Aktivitäten. Ihre Platten und Publikationen genießen bis heute Kultstatus, und Crass bleibt ein prägender Name in der Geschichte des Punk.
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