"Das Wunderbare am Punk ist, dass es eine Ausdrucksform ist, die dich ermutigt, du selbst zu sein, und das finde ich unglaublich ermächtigend." - Laura Jane Grace -
Ein brutal ehrlicher Dokumentarfilm über vier Jahrzehnte der Karriere von NOFX, der die Musik, das Chaos und die Widersprüche einer der freimütigsten Punkrock-Bands beleuchtet. Durch Berichte aus erster Hand und nie gesehene Momente enthüllt der Film eine Geschichte, die ebenso rücksichtslos und witzig wie persönlich ist.
Basierend auf dem Roman von Glen Matlock, einem Gründungsmitglied der Sex Pistols und Co-Autor von zehn der zwölf ikonischen Songs auf ihrem einzigen Studioalbum „NEVER MIND THE BOLLOCKS“. Matlock beschreibt die Denkweise im Großbritannien der frühen 70er Jahre und enthüllt eine Fülle von Geheimnissen.
Dokumentarfilm über die slowenische Punkbewegung (1977–1985): der Aufstand von Schülerbands gegen das jugoslawische kommunistische Regime. Während Tito im Sterben lag, entstand in Ljubljana eine explosive Gegenkultur, die die Behörden mit Repression und der berüchtigten „Nazi-Punk-Affäre“ zu zerschlagen versuchten.
Eine Gruppe Jugendlicher schließt sich zusammen, um aus ihrer hoffnungslosen Kleinstadt auszubrechen. Die Geschichte ist inspiriert von Rancid und der East-Bay-Punkszene der 90er.
Ende der siebziger Jahre, Polen. In einer abgelegenen Kleinstadt, Ustrzyki Dolne, gründen einige Teenager unter dem Einfluss der Sex Pistols eine Punkrockband. Als Radio Free Europe nach ihrem Brief eine Sendung für sie startet, wird auch der kommunistische Geheimdienst auf ihre Rebellion aufmerksam. Ein Offizier macht ihnen klar: Ustrzyki Dolne ist nicht London, hier wird es keinen Punk geben.
The Stooges
Land: USA
Gegründet: 1967
Proto-Punk
Gegründet, Herkunft:
1967
Ann Arbor, Michigan
Mitglieder
Iggy Pop
Ron Asheton
Scott Asheton
Dave Alexander
Tags
Proto-Punk Detroit Proto-PunkGarage PunkPunk Origins
The Stooges: Der Urknall des Punk und die Wildblume der Rockmusik
In der Musikgeschichte können nur wenige Bands von sich behaupten, ihrer Zeit so radikal voraus gewesen zu sein wie The Stooges aus Ann Arbor, Michigan. Während die Welt Ende der Sechzigerjahre vom „Summer of Love“ und Hippie-Idealen geprägt war, entfesselten die Stooges etwas viel Dunkleres, Raueres und Gefährlicheres. Sie wurden zu den wichtigsten Pionieren des „Proto-Punk“: Ohne sie gäbe es keine Sex Pistols, Ramones oder Nirvana.



Die Anfänge: Staubsauger und Erdnussbutter
Die Band wurde 1967 gegründet. Der Sänger James Osterberg (Künstlername Iggy Pop) hatte zuvor als Schlagzeuger in lokalen Blues- und Garage-Rock-Bands gespielt. Ihm schlossen sich die Asheton-Brüder an – Ron (Gitarre) und Scott (Schlagzeug) – sowie Dave Alexander (Bass).

In der frühen Phase, als sie noch unter dem Namen The Psychedelic Stooges auftraten, waren ihre Auftritte eher Avantgarde-Performances als traditionelle Konzerte. Iggy benutzte gerne Haushaltsgeräte – wie Staubsauger oder Mixer –, um einen rückkoppelnden, lärmenden Sound zu erzeugen. Scott Asheton trommelte auf Ölfässern, und Ron spielte hypnotische, repetitive Riffs. Laut dem Text des Dokumentarfilms ließ sich Iggy von der Kürze und Einfachheit von Fernsehsendungen (wie Howdy Doody oder Soupy Sales) inspirieren: Er wollte, dass seine Texte nicht länger als 25 Wörter sind, damit jedes Wort Gewicht bekommt.

Die legendäre Trilogie
Die Band legte drei Alben vor, die heute Grundpfeiler der Rockgeschichte sind:
  1. The Stooges (1969): Das bei Elektra Records erschienene Debüt war rau und primitiv. Es enthielt Hymnen wie I Wanna Be Your Dog oder 1969.
  2. Fun House (1970): Dieses Album brachte einen aggressiveren, mit Jazz-Elementen und Saxophon (Steve Mackay) angereicherten Sound. Die Songs vermittelten Chaos und Energie.
  3. Raw Power (1973): Nachdem sich die Band zum ersten Mal aufgelöst hatte, formierten sie sich mit Hilfe von David Bowie in London neu. Hier spielte bereits James Williamson Gitarre, und Ron Asheton wechselte zum Bass. Diese Platte wurde zum direkten Vorläufer des Punkrock: metallisch, scharf und unkontrollierbar.

Iggy Pop und die Kunst der Konfrontation
Der Ruf der Stooges basierte nicht nur auf ihrer Musik, sondern auch auf Iggy Pops extremer Bühnenpräsenz. Er war einer der ersten Künstler, die sich regelmäßig ins Publikum stürzten (Stage Diving). Während seiner Auftritte beschmierte er sich oft mit Erdnussbutter oder rohem Fleisch, verletzte sich mit Glasscherben und provozierte die Zuschauer ständig. Laut Filmbeschreibung ging die Band die Auftritte „nicht im Showbiz-Stil“ an: Oft stimmten sie 10-15 Minuten lang nur ihre Instrumente auf der Bühne, was das Publikum nur noch mehr faszinierte.

Der Untergang und der „Todesmarsch“
Anfang der Siebzigerjahre stand die Band am Rande des Zusammenbruchs. Heroinabhängigkeit und Alkohol zehrten die Mitglieder völlig aus. Der Dokumentarfilm bezeichnet ihre letzte Tournee als „Todesmarsch“, bei der sie in Biker-Bars spielten und das Publikum sie mit Flaschen bewarf. Die Plattenfirmen wandten sich von ihnen ab, und die Mitglieder verarmten. 1974 lösten sich die Stooges endgültig auf, die Mitglieder suchten sich bürgerliche Berufe (wie LKW-Fahrer oder Elektronikingenieur), und Iggy Pop startete eine Solokarriere.

Auferstehung und Anerkennung
Jahrzehntelang schien es, als würden die Stooges nur eine Fußnote in der Geschichte bleiben, aber die Punk- und Grunge-Generation (Nirvana, Sonic Youth, Mudhoney) verehrte sie als Heilige. Kurt Cobain nannte Raw Power als sein Lieblingsalbum.

2003 formierte sich die Band überraschend neu. Mike Watt (The Minutemen) übernahm den Bass, und die Stooges erhielten endlich die Anerkennung, die ihnen in den Siebzigerjahren verweigert wurde: Sie spielten auf ausverkauften Festivals weltweit. 2010 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Ihr Vermächtnis
Die Geschichte der Stooges endete 2016 endgültig, nachdem Iggy Pop nach dem Tod von Scott Asheton und Steve Mackay das Ende der Band bekannt gab.

Ihr Einfluss ist unschätzbar. Sie zeigten, dass es beim Rock nicht um technische Virtuosität geht, sondern um rohe Ehrlichkeit und kompromisslose Energie. Wie Iggy Pop in seiner Dankesrede sagte: „Musik ist das Leben, und das Leben ist kein Geschäft.“ Die Stooges bleiben ein bleibendes Denkmal für eine Zeit, in der Musik noch wirklich gefährlich sein konnte.

Zugehöriger Film

Behind the Music: Iggy Pop beleuchtet das turbulente Leben und die Karriere des Musikers, der als „Godfather of Punk“ bekannt ist. Der Dokumentarfilm verfolgt seinen Weg von den frühen Jahren als Frontmann der bahnbrechenden Proto-Punk-Band The Stooges bis hin zu seinen Kämpfen mit Sucht, Obdachlosigkeit und einem selbstzerstörerischen Lebensstil. Die Episode untersucht, wie Iggy Pop immer wieder seine eigenen Grenzen auslotete, während er die Ro...
Jim Jarmuschs Film ist eine Hommage an eine der prägendsten Bands der Rockgeschichte, The Stooges. Anhand von Archivmaterial und offenen Interviews mit den Mitgliedern zeigt der Film, wie Iggy Pop und seine Band die Musikwelt der späten Sechziger mit ihrer rohen, unzähmbaren Energie sprengten. Gimme Danger ist nicht nur ein Dokumentarfilm über Aufstieg und Fall, sondern die Essenz des Punk-Geistes, erzählt mit Humor und schonungsloser Ehrlichkeit...

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